Mit ohne Werbung

Wenn ich mir die Verkäufe meiner Bücher anschaue – wenn ich mir die Herzchen und Kommentare bei Instagram anschaue – wenn ich mir … Ach, egal. Alles zusammen schreit geradezu nach der Frage: Warum schreibst du eigentlich? Interessiert doch eh keinen.

Doch, mich.

Von klein auf war es immer mein Traum, Bücher zu schreiben. Diesen Traum habe ich mir erfüllt. Es ging nie darum, die Bestsellerlisten anzuführen oder einen Haufen Geld zu scheffeln. Klar, da bin ich ehrlich: Ich wäre glücklich, wenn die Bücher gute Plätze auf den Listen hätten und ich damit Geld verdienen würde. Das würde einiges in meinem Leben ändern. Nicht etwa hin zum Luxus, sondern hin zur Normalität.

Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass ich schreibe, weil es mir eine Herzensangelegenheit ist. Viele Stunden in sozialen Netzwerken wie Facebook, TikTok oder Instagram zu verbringen, nur um Werbung zu machen, das kann ich nicht.

Vielleicht ist das ein Fehler. Vielleicht müsste ich jeden Tag Videos drehen, Trends hinterherlaufen, Algorithmen studieren und ständig darauf achten, sichtbar zu bleiben. Viele Autorinnen und Autoren machen das erfolgreich und ich habe großen Respekt davor. Nur bin ich dafür vermutlich nicht gemacht.

Ich sitze lieber an einer neuen Geschichte. Ich denke über Figuren nach, über Dialoge, über Wendungen und darüber, wie ich Leserinnen und Lesern ein paar schöne Stunden schenken kann. Das ist der Teil des Autorendaseins, den ich liebe. Der andere Teil – das Trommeln, Werben und ständige Auf-sich-aufmerksam-Machen – kostet mich deutlich mehr Energie.

Deshalb wird man meine Bücher wahrscheinlich nicht überall sehen. Vielleicht tauchen sie nicht in den großen Bestsellerlisten auf. Vielleicht bleiben sie für viele Menschen unsichtbar. Und trotzdem bereue ich keine einzige Zeile, die ich geschrieben habe.

Denn jedes Buch beginnt mit einer Idee. Aus ein paar Gedanken werden Wörter, aus Wörtern werden Seiten und irgendwann hält ein Mensch genau diese Geschichte in den Händen. Allein dieser Gedanke begeistert mich bis heute.

Und wenn am Ende nur wenige Menschen meine Bücher lesen, dann hoffe ich zumindest, dass sie ihnen gefallen haben. Dass sie vielleicht gelacht, nachgedacht oder für einen Moment den Alltag vergessen haben. Mehr wollte ich eigentlich nie erreichen.

Natürlich freue ich mich über jede Weiterempfehlung, jede Rezension und jeden Kommentar. Aber schreiben werde ich auch dann, wenn all das einmal ausbleibt.

Nicht wegen der Werbung.

Nicht wegen der Verkaufszahlen.

Sondern weil da immer noch dieser Junge von früher ist, der davon geträumt hat, eines Tages Autor zu sein.

Meine Bücher

Geschichten über Hoffnung, Liebe, Freundschaft und Menschen, die ihren Weg finden.

Aus dem Schreibzimmer